Geräte & Produkte

Geräte & Produkte

Geräte-Bundles nach Schulform: Was die Grundschule braucht und was das Gymnasium

|

6

Lesezeit

Tablet mit Ständer und Eingabestift auf einem Schreibtisch

Ein Schulträger mit fünf Schulen bekommt aus dem DigitalPakt 2.0 kein Budget pro Schulform, sondern eine Summe. Die Versuchung liegt nahe, für alle Schulen dasselbe Gerät in derselben Konfiguration zu bestellen. Das ist einfach zu verwalten, geht aber am Unterricht vorbei.

Eine Zweitklässlerin nutzt ein Tablet anders als ein Oberstufenschüler, der damit eine Facharbeit schreibt. Wer die Ausstattung pro Schulform plant, gibt dasselbe Geld aus und bekommt deutlich mehr nutzbaren Unterricht dafür.


Grundschule: geteilte Geräte, die Stürze überleben

In der Grundschule sind persönliche Geräte selten sinnvoll. Bewährt haben sich Klassensätze, die im Ladekoffer oder Ladewagen von Klasse zu Klasse wandern. Das Gerät gehört der Schule, nicht dem Kind, und wird von vielen kleinen Händen bedient.

Daraus folgt die Ausstattungslogik: stoßfeste Schutzhüllen mit Griff oder Ständer, ein Ladekoffer mit fester Fachaufteilung, damit abends nichts fehlt, und eine Verwaltung, die Geräte nach der Stunde automatisch zurücksetzt. Ein Eingabestift ist in Klasse 1 und 2 verzichtbar, ab Klasse 3 für Schreibübungen ein Gewinn.

Beim interaktiven Display zählt in der Grundschule die Montagehöhe. Kinder müssen die untere Bildschirmhälfte erreichen, sonst bleibt das teure Display eine Projektionsfläche für die Lehrkraft. Höhenverstellbare Halterungen kosten mehr, werden aber täglich genutzt.


Sekundarstufe I: der Übergang zur 1:1-Ausstattung

Ab der weiterführenden Schule kippt das Modell. Spätestens ab Klasse 7 arbeiten viele Schulen mit persönlichen Geräten, die das Kind auch mit nach Hause nimmt. Damit ändern sich drei Dinge auf der Bestellliste.

Erstens braucht jedes Gerät eine eigene Hülle, einen Stift und je nach Fächerprofil eine Tastatur, denn ab jetzt werden längere Texte geschrieben. Zweitens wird das Mobile Device Management wichtiger: persönliche Profile, Prüfungsmodus, App-Verteilung pro Jahrgang. Drittens stellt sich die Frage der Elternbeteiligung, etwa über ein BYOD-Modell mit Elternfinanzierung, das das Trägerbudget entlastet.


Gymnasium und berufliche Schulen: Leistung und Tastatur zuerst

In der Oberstufe und an beruflichen Schulen verschiebt sich der Bedarf erneut. Hier entstehen Präsentationen, Facharbeiten und je nach Zweig auch CAD-Zeichnungen oder Schnittprojekte. Ein Einstiegs-Tablet ohne Tastatur bremst diese Jahrgänge aus.

Sinnvoll sind Tablets mit Tastatur-Case und mehr Speicher oder gleich Notebooks für bestimmte Bildungsgänge. Wichtig ist auch die Software-Frage: Welche Prüfungsformate verlangt das Land, welche Fachanwendungen laufen nur auf bestimmten Systemen. Diese Klärung gehört vor die Bestellung, nicht danach.


Förderschulen: Zubehör ist hier kein Zubehör

Ein Sonderfall, der in vielen Beschaffungsplänen fehlt: Förderschulen und Schulen mit Inklusionsklassen. Hier entscheidet nicht das Gerät über den Nutzen, sondern die Peripherie. Angepasste Eingabehilfen, Halterungen für Rollstühle, Sprachausgabe und Geräte, die auch bei motorischen Einschränkungen bedienbar bleiben.

Diese Posten wirken im Warenkorb klein, sind aber die Voraussetzung dafür, dass die geförderten Geräte überhaupt bei allen Kindern ankommen. Wer sie erst nach der Lieferung nachbestellt, verliert Monate und zahlt Einzelpreise.


Was für alle Schulformen gleich bleibt

Drei Posten tauchen in jeder Planung auf und werden trotzdem regelmäßig vergessen. Die Ladeinfrastruktur, denn 30 Geräte laden nicht an zwei Steckdosen. Das Mobile Device Management samt der Frage, wer es pflegt. Und der Ersatzgeräte-Pool, weil in jedem Schuljahr Geräte ausfallen und ein Kind nicht drei Wochen ohne Tablet lernen kann.

Genau an dieser Stelle helfen vorkonfigurierte Pakete. Auf digitalpakt.shop sind Bundles nach Einsatzbereich zusammengestellt, bei denen Gerät, Hülle, Stift, Ladelösung und Verwaltungsprofil aufeinander abgestimmt sind. Der Schulträger bestellt pro Schulform ein passendes Paket, statt Einzelteile aus verschiedenen Katalogen zu kombinieren.

Wer vor der Bestellung eine Struktur für den eigenen Bedarf braucht, kann den Digitalberater auf der Plattform nutzen. Das kostenlose Tool führt in unter 30 Minuten von den Basisdaten zum Maßnahmenplan samt Budgetschätzung, für größere Projekte vermittelt die Plattform direkt einen Bechtle-Experten.


Der richtige Zeitpunkt ist jetzt

Der DigitalPakt 2.0 läuft seit dem 1. Januar 2026, Bund und Länder stellen bis 2030 fünf Milliarden Euro bereit. Die Antragsverfahren der Länder öffnen zeitversetzt, Maßnahmen seit Jahresbeginn sind rückwirkend förderfähig, sobald das eigene Land sein Verfahren startet.

Für Schulträger heißt das: Die Bedarfsplanung pro Schulform kostet jetzt Zeit, aber kein Geld. Wer sie vor der Antragsöffnung abschließt, bestellt später ohne Verzögerung und ohne Kompromisse beim Gerät.

Ein realistischer Ablauf für einen Träger mit mehreren Schulen: In den Sommerferien den Bestand und Bedarf je Schule erheben, im September mit den Schulleitungen die Schulform-Pakete abstimmen, im Oktober die Warenkörbe als Entwurf anlegen. Öffnet das Land dann sein Verfahren, liegt der Antrag inhaltlich fertig in der Schublade.


Nächster Schritt

Stellen Sie im Shop pro Schulform einen Warenkorb als Entwurf zusammen, von der Grundschule bis zum Gymnasium. So haben Sie eine belastbare Kalkulation pro Schule, sobald Ihr Bundesland die Förderung öffnet.

Empfohlene Artikel

Empfohlene Artikel